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Der Ehrengast an Engelweihe

Erschienen im Einsiedler Anzeiger am 15. August 2014

Zu grossen Festen werden gerne Gäste eingeladen. Das ist auch im Kloster nicht anders. Und so dürfen wir auch an der diesjährigen Grossen Engelweihe einen besonderen Ehrengast begrüssen.

Es ist alte Tradition, dass der Abt von Einsiedeln jeweils zu grossen Feierlichkeiten Bischöfe oder Äbte einlädt, mit der Einsiedler Klostergemeinschaft und den zahlreichen Pilgern die Eucharistie zu feiern. Traditionell werden diese hohen Gäste neben der Engelweihe am 14. September auch zu anderen grossen Pilgertagen wie dem Einsiedlerfest (am Sonntag nach dem 16.7.), Maria Himmelfahrt (15.8.) oder dem Rosenkranzsonntag (erster Oktobersonntag) eingeladen.

Illustre Gäste an Engelweihe

In den vergangenen Jahren sind zur Engelweihe Kardinal Friedrich Wetter aus München und der päpstliche Zeremonienmeister, Erzbischof Piero Marini, zur Engelweihe nach Einsiedeln gekommen. Oftmals bestehen zwischen Abt, Klostergemeinschaft und Gast freundschaftliche Kontakte, welche schliesslich zur Einladung führen. Dies ist auch beim diesjährigen Ehrengast, Weihbischof Alain de Raemy, nicht anders. Mit der Einsiedler Klostergemeinschaft verbindet ihn schon länger eine freundschaftliche Beziehung.

Mgr. Alain de Raemy, Foto: www.bischoefe.ch

Wer ist Alain de Raemy?

Alain de Raemy wurde am 10. April 1959 in Barcelona geboren, wo er die obligatorische Schulzeit absolvierte. Anschliessend besuchte er in der Schweiz die Stiftsschule in Engelberg. Nach einem Jahr Studium der Rechtswissenschaft wechselte er zum Studium der Philosophie und Theologie an die Universität Freiburg i. Ue. und trat in das Priesterseminar der westschweizer Diözese Lausanne-Genf-Freiburg ein. Am 25. Oktober 1986 wurde er in Freiburg zum Priester geweiht. Nach einigen Jahren in der Seelsorge setzte er seine theologischen Studien in Rom fort. Zurück in der Schweiz wurde Alain de Raemy Pfarrer und Domherr der Kathedrale St. Nikolaus in Freiburg. Im Jahr 2006 wurde er Kaplan der Päpstlichen Schweizergarde in Rom. Papst Franziskus berief ihn am 1. Dezember 2013 zum Weihbischof des Bistums Lausanne-Genf-Freiburg. Die Bischofsweihe erhielt er in diesem Jahr, nämlich am 11. Januar 2014 in der Kathedrale von Freiburg.

Aus seiner Biografie wird ersichtlich, dass sich Weihbischof Alain aufgrund seiner Schulzeit an der Stiftsschule Engelberg ganz besonders mit den Benediktinern verbunden fühlt. Als Kaplan der Schweizergarde war es ihm ein Anliegen, die Gardisten mit Einsiedeln, dem Schweizer Nationalheiligtum vertraut zu machen. So verwundert es nicht, dass er in den vergangenen Jahren öfters hier zu Besuch war.

Doppelter Einsatz an Engelweihe

An Engelweihe wird Weihbischof Alain gleich zweimal im Einsatz stehen: Er wird am Morgen um 9.30 Uhr ein festliches Pontifikalamt feiern und in diesem Rahmen auch die Predigt halten. Am Abend wird er um 16.30 Uhr der Vesper vorstehen.

P. Philipp Steiner